Digitaler POS: QR-Code, Kassenbon-Upload und Aktionsseite
Der digitale POS verbindet das Regal mit einer Aktionsseite: per QR-Code, Aktionscode oder Kassenbon-Upload. Dieser Artikel zeigt mit Daten aus 751 Aktionen, welche digitalen Wege in Deutschland üblich sind.

Maximilian Gorius
Inhaber & Chief Business Officer

Der digitale POS umfasst alle digitalen Schritte zwischen Regal und Auswertung einer Aktion: den Einstieg per QR-Code, Aktionscode oder Kassenbon, die Aktionsseite, die Prüfung der Teilnahme und eine mögliche Gewinnanzeige. Für das POS Marketing von Markenartiklern ist der Kassenbon-Upload der häufigste Weg. In Viva Intelligence verlangen 570 von 751 Aktionen (76 %) einen Kassenbon, 113 (15 %) einen Code und 37 (5 %) arbeiten mit einem QR-Code. Die Basis sind Aktionen von Herstellermarken in Deutschland mit Start zwischen dem 1. Januar 2025 und dem 12. Oktober 2026. Eine Aktion kann mehrere Wege anbieten.
Was ist der digitale POS?
Der digitale POS beginnt am Regal und endet in den Daten. Käufer kaufen im Handel, gehen danach online auf die Aktionsseite und weisen den Kauf nach. Alles, was zwischen Kauf und Teilnahme digital passiert, gehört dazu: Einstieg, Formular, Upload, Prüfung und Rückmeldung.
Der Begriff ist von POS Promotions nicht zu trennen. Fast jede Aktion, die an einen Kauf geknüpft ist, hat heute eine digitale Seite. Was eine POS Promotion ausmacht, beschreibt der Artikel POS Promotion: Was das ist und woran du den Erfolg misst. Welche Maßnahmen am Point of Sale insgesamt dazugehören, zeigt der Artikel POS-Maßnahmen und POS-Aktionen mit Marktdaten.
Wie kommen Käufer vom Regal auf die Aktionsseite?
Meist über den Kassenbon, seltener über einen Code oder einen QR-Code. Der Kassenbon braucht keine Aktionspackung, deshalb funktioniert er mit jedem Produkt im Regal. Codes und QR-Codes müssen dagegen auf die Packung oder in die Packung gedruckt werden, vor Aktionsstart.
Die Zahlen: 570 von 751 Aktionen (76 %) verlangen einen Kassenbon, bei 475 (63 %) ist er der einzige Weg. 113 Aktionen (15 %) arbeiten mit einem Code. 37 (5 %) nennen einen QR-Code als Teilnahmeweg, davon 21 in Lebensmitteln und 10 in Getränken. Bei 14 Aktionen kombinieren sich QR-Code und Kassenbon. Am 14. Oktober 2026 laufen 224 Aktionen, davon 14 mit QR-Code und 36 mit Code.
Der QR-Code ist also ein Randweg. Eine ausführliche Auswertung nach Branche und Mechanik steht im Artikel Kassenbon oder Code: Teilnahmewege bei Aktionen.
Was passiert auf der Aktionsseite?
Auf der Aktionsseite füllen Teilnehmende ein Formular aus, laden den Kassenbon hoch und bestätigen die Teilnahmebedingungen. Danach prüft das System die Teilnahme. Wie genau, legt die Aktion fest: Aktionsprodukt, Kaufzeitraum, Mindestmenge, Teilnahmen pro Person.
Ein Beispiel zeigt Schwartau the jam, aufgerufen am 14. Oktober 2026. Käufer kaufen ein Glas, laden den Kassenbon hoch und bekommen laut Teilnahmebedingungen den Kaufpreis erstattet. Die Seite begrenzt die Teilnahmen pro Tag und meldet in Echtzeit, wenn das Tageslimit erreicht ist. Neue Plätze werden am nächsten Morgen freigegeben. Solche Limits steuern das Budget und lassen sich digital live anzeigen.
Wichtig ist die Prüfung im Hintergrund. Bei Kassenbon-Aktionen liest die Software den Beleg per Texterkennung aus und vergleicht ihn mit den Regeln der Aktion. Das spart Handarbeit, ersetzt aber nicht die Festlegung der Regeln vorab.
Was ist eine digitale Gewinnanzeige?
Eine digitale Gewinnanzeige zeigt direkt nach der Teilnahme, ob und was gewonnen wurde, zum Beispiel am Glücksrad, als Rubbellos oder als Glückscode. In Viva Intelligence haben wir mindestens 36 von 751 Aktionen (5 %) mit einer solchen Anzeige erfasst, 33 davon sind Gewinnspiele. Der Wert ist ein Mindestwert, weil die Spielart nicht bei jeder Aktion erfasst ist.
Ein laufendes Beispiel ist die FELIX Little Extras Dreh & Gewinn-Aktion (21. September bis 1. November 2026). Käufer kaufen dreimal FELIX Little Extras, laden den Kaufbeleg hoch und drehen am Glücksrad. Die Aktionsseite nennt dazu 100 % Geld zurück oder die Chance auf eine Prämie. Das Gesamtbudget für Erstattungen ist begrenzt.
Bei Gewinnanzeigen gilt: Beschreibe auf der Aktionsseite nur, was in den Teilnahmebedingungen steht, und nenne keine Gewinnhäufigkeiten. Die Gestaltung der Teilnahmebedingungen und der Gewinnermittlung solltest du im Einzelfall rechtlich prüfen lassen.
Wie verbreitet sind Social Media und eigene Beiträge als Teilnahmeweg?
Selten. Nur 9 von 751 Aktionen (1 %) nutzen einen Social-Media-Beitrag als Teilnahmeweg, 42 (6 %) verlangen eigene Inhalte wie ein Foto, ein Video oder einen Text. Die Teilnahme läuft in der großen Mehrheit der Aktionen über Kassenbon oder Code.
Worauf achtest du bei digitalen Wegen?
Du solltest vor dem Start vier Dinge klären:
- Welcher Weg passt zur Packung: Kassenbon ohne Aktionspackung oder Code und QR-Code mit Aktionspackung?
- Welche Regeln prüft das System, und was passiert bei unleserlichen Belegen?
- Gibt es Limits pro Tag, Woche oder Gesamtbudget, und wo zeigt die Aktionsseite sie an?
- Welche Daten werden gespeichert, wie lange, und wie wird gelöscht? Datenschutz und Teilnahmebedingungen solltest du im Einzelfall rechtlich prüfen lassen.
Wie setzt Viva Marketing den digitalen POS um?
Viva Marketing baut die Aktionsseite auf der eigenen Plattform Promo OS und übernimmt die Prüfung. Das Konzept entsteht nach einem Blick in Viva Intelligence: Welche Teilnahmewege und Mechaniken laufen in deiner Kategorie?
Danach entstehen Aktionsseite, Formular, Prüfregeln, Mails und Teilnahmebedingungen. Jede Aktion wird vor dem Start mit Testdaten durchgespielt. Während der Laufzeit liest die Software jeden Kassenbon aus (Kassenbon-Prüfung), der Teilnehmerservice beantwortet Anfragen, und im Reporting siehst du, was geprüft und freigegeben wurde. Auszahlungen und Prämienversand schließen sich an (Promotion-Abwicklung). Wie Mechanik und Aktionsseite zusammenpassen, beschreibt die Seite POS Marketing und POS Promotions.
So haben wir gezählt
Basis sind 751 Aktionen von Herstellermarken in Viva Intelligence: freigegeben, in Deutschland teilnehmbar, ohne Dubletten, ohne Aktionen von Viva Marketing, Start zwischen dem 1. Januar 2025 und dem 12. Oktober 2026. Den Teilnahmeweg haben wir aus Aktionsseite und Teilnahmebedingungen erfasst. Eine Aktion kann mehrere Wege anbieten, deshalb ergeben die Anteile mehr als 100 %. Als digitale Gewinnanzeige zählen Aktionen, bei denen Glücksrad, Rubbellos, Glückscode oder Sofortgewinn erfasst ist. Das ist ein Mindestwert.
Grenzen: Viva Intelligence erfasst Aktionen, die öffentlich beworben werden. Starts aus 2025 sind weniger dicht erfasst als Starts aus 2026. Interaktive Displays, Augmented Reality und Funktionen in Apps der Händler gehören nicht zu den erfassten Teilnahmewegen.
Häufige Fragen
Was bedeutet digitaler POS? Der digitale POS bezeichnet die digitalen Schritte zwischen Regal und Auswertung einer Aktion: Einstieg per QR-Code, Aktionscode oder Kassenbon, Aktionsseite, Prüfung und Gewinnanzeige.
Braucht jede Aktion einen QR-Code? Nein. Nur 37 von 751 Aktionen (5 %) in Viva Intelligence nennen einen QR-Code als Teilnahmeweg. Die meisten arbeiten mit dem Kassenbon, der ohne Aktionspackung funktioniert.
Wie wird eine Teilnahme per Kassenbon geprüft? Eine Software liest den Kassenbon per Texterkennung aus und gleicht ihn mit festen Regeln ab, zum Beispiel Aktionsprodukt und Kaufzeitraum. Die Regeln legst du vor dem Start fest und testest sie mit Testdaten.
Nächster Schritt
Bereit für deine nächste POS-Aktion?
Schreib uns, was du vorhast: Marke, Mechanik, Zeitraum, Handel. Wir melden uns mit einem ersten Vorschlag.